Bericht: Wintermarkt und Videokundgebung am 14. Dezember

Am 14. Dezember 2013 fand ein Wintermarkt vor dem JUP (Florastr. 84) und eine Videokundgebung am S-Bhf Pankow statt. Anlass stellte der Einzug der ersten Flüchtlinge in die Flüchtlingsunterkunft in der Mühlenstraße dar. In den vergangenen zwei Monaten wurden aus diesem Anlass mehrere Flyer in der Umgebung der neuen Unterkunft gesteckt, die zu Sachspenden aufriefen. Die Resonance darauf war sehr groß und durchweg positiv. Alle drei Annahmestellen im Bezirk erhielten regelmäßig Besuch von Anwohner_innen, bis die Kapazitäten in den Annahmestellen platzten und übverquollen. Die Sammelaktion wurde aus dem Grund vorerst bis Januar eingestellt.

Samstag, den 14. Dezember, fand kurz nachdem Einzug ab 13 Uhr im Jugendzentrum JUP in der Florastraße ein Wintermarkt statt, bei dem man sich bei Crêpes und Glühwein über die Situation von Asylsuchenden informiert werden konnte. Wie schon ein Wochenende zuvor, bei der Soli-Party im Kurt-Lade-Klub, konnte auch hier der Beutel mit dem „Refugees Welcome“-Logo mittel Siebdruck versehen und mitgenommen werden.

Im Anschluss fand am Bahnhof eine Video-Kundgebung statt, die mit Filmbeiträgen die Themen Residenzpflicht, Abschiebung und die Problematik rund um die rassistischen Bürgerproteste in Schneeberg und Greiz verdeutlichte. Abschließend wurde noch ein Video von den rassistischen Anti-Moschee-Protesten in Pankow aus dem Jahr 2006 gezeigt. Dieses Video verdeutlichte, dass es trotz der momentanen solidarischen Stimmung in Pankow, diese auch hier nicht selbstverständlich ist.

In verschiedenen Informationsbeiträgen berichtete ein Mensch aus dem nah bei Bernau gelegenen Zepernick von dem Versuchen der NPD dort mit der Stimmungsmache gegen ein neues Flüchtlingsheim Zuspruch zu ernten. Es folgten Beiträge der Gruppe Revolution und NEA sowie eine Grußbotschaft des Bundestagsabgeordneten Stefan Liebig.

Während der Filmvorführung und dem Wintermarkt hielten immer wieder Menschen an, schauten die Filme an oder lauschten den Redebeiträgen. Mit den meisten kamen wir ins Gespräch. Alles in allem werten wir den Tag als gelungen.